Am 22. Juni fuhren wir um 6 Uhr am Feuerwehrmagazin in Böhmenkirch los, in Richtung Plauen. In der Nähe von Bayreuth gab es dann die obligatorische Frühstückspause mit Brezeln, Sekt und Meterwurst.
Angekommen an der Talsperre Pöhl mussten wir noch auf den Wanderführer warten, denn wir waren etwas zu früh dran, da der Verkehr sehr gut lief. Nach der Eispause am Schiffskiosk fuhren wir noch ein Stück mit dem Bus zum Ort Pöhl, von dort wanderten wir bei warmem Wetter zur Elstertalbrücke. Die Elstertalbrücke von 1851 ist eine beeindruckende Eisenbahnbrücke mit gigantischen Rundbögen und gilt nach der benachbarten Göltzschtalbrücke als zweitgrößte Backsteinbrücke der Welt. ,
Weiter ging es durch das Triebtal entlang dem Bächlein Trieb, in dessen Bachbett riesige Felsbrocken lagen auf denen teilweise schon Tannenbäume wuchsen. Weiter ging es steil bergauf zum Julius Mosen Turm. Von hier hatten wir einen schönen Blick über den Stausee und auch zurück über das Tal der weisen Elster und die Elstertalbrücke. Danach wanderten wir hinunter zur Schiffsanlegestelle Jocketa. Von hier fuhren wir dann eine Runde über den Stausee bis zur Autobahnbrücke, die über den See führt. Um den See verteilten sich einige Campingplätze, ein FKK-Strand und andere Badeplätze. Anschließend fuhren wir mit unserem Bus weiter zu unserem Hotel in Schöneck. Ein riesengroßes Hotel mit Wellness, Sauna, Badeanlage und herrlicher Aussicht vom Speisesaal aus.
23.Juni. Nach dem Frühstück ging es zur Wanderung direkt vom Hotel aus, das oben auf den Ausläufern des Erzgebirges liegt, hinunter nach Schöneck zum Alten Söll. Ein Felsen mitten in der Stadt, fast so hoch wie der Kirchturm, der gleich daneben steht. Hier soll die Burg Schöneck gestanden haben. Von oben hat man einen schönen Ausblick auf Elstergebirge, Fichtelgebirge und Thüringer Wald. Weiter wanderten wir bis zur Bockmühle wo die Weitwanderer und die Kurzwanderer sich trennten. Wir Kurzwanderer strebten dann dem XXL Spielplatz zu, mit dem See fürs Beschneiungswasser der Skipiste. Dann wanderten wir wieder den Berg hoch auf dem Kugelbahnenpfad. Obwohl der Weg durch den Wald ging brachte er uns ins Schwitzen, wenn nicht schon vorher. Oben angekommen standen wir direkt vor den Berghütten, wo wir uns im schönen Biergarten dann mit Getränken und Speisen eindeckten. Die Weitwanderer wanderten weiter und kamen dann zu einer Villa wo ehemals eine Burg stand mit wunderschönem Park. Dort am See machten sie Mittagspause und fanden schöne Türkenbundlilien. Weiter kamen sie durch Eschenbach und bewunderten dort einige Umgebindehäuser mit Fachwerk und wanderten dann auch wieder steil den Berg hoch zum Hotel. Bis zum Abendessen blieb noch Zeit fürs Schwimmbad. Den Abend ließen wir dann im Garten der Bar, mit schönen Liedern, begleitet von Pauls Mundharmonika und Jürgens Gitarre, ausklingen.
- Juni. Nach reichhaltigem Frühstücksbuffet bestiegen wir wieder unseren Bus und Fahrer Manne brachte uns zur Straßenbaustelle kurz vor Rautenkranz. Von dort wanderten wir in 3 Gruppen los, die Ultrakurzwanderer wanderten 1,5 km bis nach Rautenkranz und schauten sich dort um. Die anderen beiden Gruppen wanderten durch ein schönes Tal mit vielen Lupinen und Digitalisglockenblumen leicht aufwärts nach Zeughaus. Auch konnten wir noch eine ältere Tornadospur nachvollziehen, denn dort, auf einer Breite von ca.50m, waren die Fichten verschwunden und nur Birken und andere Vegetation zu sehen. In Zeughaus trennten sich die beiden Gruppen, die Kurzwanderer wandten sich gen Rautenkranz und die Weitwanderer richteten sich nach dem Ziel Morgenröthe. Es ging noch durch einen Wald vorbei an kleinen Dörfern und hinab ins Tal, wo wir den Hochofen des Eisenwerkes Morgenröthe bewundern konnten. Das interessante ist, dass auf der Bühne unserer Kirche in Steinenkirch noch ein Überbleibsel der Glockenproduktion von Morgenröthe steht. Eine Stahlglocke mit der Aufschrift Eisenwerk Morgenröthe, welche bis 1955 noch geläutet hat. Wir schauten uns Hochofen, Ausstellung der verschiedenen Glocken und die Bilder der Produktion an und läuteten auch die aufgehängte Glocke. Dann ging`s steil über eine Wiese mit vielen Glockenblumen wieder aus dem Tal auf die Höhe. Oberhalb der Häuser hatten die Einheimischen am Waldrand ihr Holz aufgeschichtet und auch ein paar Bänke aufgestellt, so konnten wir hier unsere Mittagspause machen. Dann machten wir uns weiter auf den Weg nach Rautenkranz, wo wir am Geburtshaus des ersten deutschen Raumfahrers Sigmund Jähn vorbeikamen. In der einzigen offenen Wirtschaft, der Frischhütte, fanden wir auch die andere Gruppe. Dem Wetter geschuldet wurden nur kalte Getränke konsumiert. Danach wanderten wir alle wieder gemeinsam auf einem schönen Waldweg zu unserem Bus zurück. Auf dem Weg kamen wir noch an einer Schutzhütte vorbei, mit einem Brünnlein das radiumhaltiges Wasser spendete.
- Juni Der letzte Tag unseres Ausflugs. Alles wurde gepackt, im Bus verstaut und ein Gruppenbild gemacht. Nach dem Frühstück fuhren wir dann über Klingental ins tschechische Franzensbad. Unser Gästeführer, ein romantischer Typ mit Backenbart, Schnauzer und Kreissäge (Strohhut) erklärte uns, dass Franzensbad zu dem Bäderdreieck Karlsbad, Franzensbad und Marienbad gehört und eigentlich das zweitälteste nach Karlsbad ist. Es wurde von der Stadt Eger in Auftrag gegeben, da an dieser Stelle schon eine Quelle war. In der freien Landschaft wurde eine Straße angelegt und rechts und links eine Häuserreihe mit Kurhotel und Gästehäusern gebaut. Hier waren schon Goethe und Beethoven in der Kur. Es sind einige Häuser nach ihnen benannt. Auch Kaiser Franz I. dem Namens- und Geldgeber sind etliche Denkmale gewidmet. Da das Heilwasser auch für Kinderwunsch gut sein soll, wurde ein kleiner Franticek aufgestellt, wo beim Berühren des linken Fußes der Wunsch in Erfüllung gehen sollte. Das Wasser haben wir probiert. Auch gibt es verschiedene Kirchen und einen herrlichen Park mit großen Bäumen, deren Schatten, uns bei diesem Wetter sehr gelegen kam. Danach fuhren wir weiter nach Birgland/Poppberg ins Gasthaus zum Schloß, wo wir im Biergarten unter Kastanienbäumen ein vorzügliches Mittagessen bekamen. Danach fuhren wir heimwärts. Herzlichen Dank allen die zum Gelingen dieses warmen, aber herrlich schönen Ausfluges beigetragen haben. Besonders unserem Fahrer Manne, Margit und Georg, Heinz, unserem Geburtstagskind Claudia, Paul und Jürgen, dem Wanderführer und dem Stadtführer und unserer ganzen gemeinschaftlichen und fröhlichen Reisegruppe. JS
