Rückschau Vortrag „Neue Hülbe“

Markus Bernath und Michael Novak vom BUND Naturschutz Alb- Neckar e.v., Bezirksgruppe Geislingen Steige, stellten uns das Kleinod „neue Hülbe“ auf der Rauen Wiese vor, das sich so, sonst auf der schwäbischen Alb, nicht findet. Nur noch im Schwarzwald und im Alpenvorland tritt eine solche Flora und Fauna auch auf. Sie meinten wir sollten stolz darauf sein, dass wir so etwas, so nahe bei uns haben.

Die Hülbe wurde wahrscheinlich im Mittelalter als Schafwaschanlage angelegt. Sie zeigten uns unzählige Bilder vieler Blumen und Pflanzen und auch Tieren, Vögel, Insekten, Amphibien, Spinnen, Libellen und Schmetterlingen und auch Blutegel, die dort vorkommen.

Ein Problem das in den letzten Jahren geballt auftrat, waren die Goldfische. Diese vermehrten sich zu tausenden, und brachten das eigentliche Hülbenleben aus dem Rhythmus. Man überlegte, wie man dieser Plage Herr werden sollte. Man müsste die ganze Hülbe auspumpen und die Fische entfernen, doch das würde dem anderen Leben der Hülbe auch gewaltig schaden. So kam man auf die Idee, man wusste jedoch nicht wie es ausgeht, einen Hecht einzusetzen. Dieser leistete aber ganze Arbeit. Herr Novak meinte sie werden ihn jetzt jedoch nicht verhungern lassen.

Zweites Problem: der Baum- und Buschbewuchs nahm gewaltig überhand. So musste eine größere Ausholzaktion und Ausbaggerung erfolgen, denn der Schwingrasen und die Uferzonen waren total verbuscht. Erfreulicher Weise wurden danach Pflanzen, die Jahrzehnte nicht gesehen wurden, wiederentdeckt. Blutauge, Sumpfveilchen, Natternzunge, Färberginster, Himmelfahrtsblümchen, Sandglöckchen und Fieberklee sind nur einige der Pflanzen, doch eine hat mich besonders fasziniert, die fleischfressende Pflanze, kleiner Wasserschlauch, ein gelbes Blümchen. An seinen Ausläufer, die unter Wasser schwimmen, hat er mehrere Fallen sowie winzige Beutel. Wenn ein Beutetierchen vor der Falle schwimmt geht die Klappe auf, der Beutel saugt Wasser ein und mit diesem das Beutetier. Im Beutel wird das Wasser wieder entfernt und gleichzeitig Verdauungssäfte erzeugt und so das Beutetier verdaut.

Herzlichen Dank an Herrn Bernath und Herrn Novak für den hochinteressanten Vortrag und natürlich auch für die Arbeiten die Sie für die Erhaltung unserer neuen Hülbe tun und veranlassen.                          JS

Rückschau Rundwanderweg „Wildschwein“ Bad Boll

Vergangenen Sonntag starteten 15 Wanderinnen und Wanderer bei wechselhaftem Wetter vom Friedhofsparkplatz in Bad Boll in Richtung Wildschweinweg. Der Weg führte steil ansteigend zur Boller Heide. Dieser Ort ist eine parkartige Lichtung mit alten Bäumen, Grillstelle und Schutzhütte.

Weiter ging es dann auf einem schmalen Pfad den Trauf entlang. Über den Katzenhäuleweg wanderten wir zum Dürnauer Viehhaus, wo ein besonderer Skulpturenpfad beginnt und sich ein wunderbarer Rastplatz, mit Sicht auf die Voralb-Gemeinden, das Filstal und die Drei-Kaiserberge, befindet. Leider war es uns nicht vergönnt, dort eine längere Pause einzulegen, da genau als wir unsere kleine Stärkung ausgepackt hatten, ein Regenschauer kam. Mit Schirm und Regenumhang ausgerüstet und dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, liefen wir weiter auf dem Katzenhäuleweg. Wir kamen über das Köpfle, an einer Schutzhütte vorbei, zum Galgenbuckel. Auf diesem Weg sahen wir auch drei Salamander liegen, leider waren sie schon verendet.

Am Galgenbuckel trafen wir auf den Leading Quality Trail Albtraufgänger, dem wir hinunter nach Gammelshausen folgten. Der Wanderweg, der zu Europas hochwertigen Wegen gehört, begleitete uns über den Obstlehrpfad und den Schwäbischen Spruchweg. Dort konnte man sehr seltene Obstbaumsorten und Sträucher bestaunen und über so manch lustigen Spruch schmunzeln. An Dürnau vorbei, bis zum ursprünglichen Aufstiegsweg zur Boller Heide, kamen wir wieder zurück nach Bad Boll.

Im Cafe Linde waren für uns Plätze reserviert und bei einer großen Auswahl an sehr leckeren Kuchen fand unser Wandertag ein genüssliches Ende.

Die Meinung der meisten Teilnehmer war am Schluss, dass man diese schöne Wanderung unbedingt bei besserem Wetter wiederholen müsse.